Ramona Römer – Harfe Solo im Querklang am Berghang. Vom Solo bis zum Trio mit Michael Schneider und Walter Pfundstein. Sonntag, den 16. Juni 2019 um 19 Uhr in der Evangelischen Bergkirche Schlierbach.

Wieder einmal darf der Nachwuchs zeigen wo er steht. Ramona Römer studiert Harfe in Mannheim. Neben ihrem Pflichtprogramm an der Hochschule widmet sie sich der Modernen und Neuen Musik. Im Querklang am Berghang hat sie die Uraufführung der Harfen Sonate von Olga Magidenko gespielt. Inzwischen hat sie dieses Unikat der Neuen Musik wiederholt in der Bergkirche zu Gehör gebracht. Soweit uns bekannt, ist Ramona Römer damit weltweit die einzige Harfenistin, die dieses Meisterwerk der Heidelberger Komponistin ständig im Repertoire hat.

Am Sonntag den 16. Juni 2019 spielt sie Solo Werke für Harfe:

D. Scarlatti: Sonate K.213

J.B. Krumpholtz (1747-1790): Sonate comme scène dans le style pathétique

A. Roussel (1869-1937): Impromptu

J.E. Cras (1879-1932): Impromptu

Weiterhin auf dem Programm stehen das Trio “ Erinnerung “ für Harfe, Violoncello und Kontrabass sowie die “ Modawischen Tänze “ für Harfe und Violoncello. Für andere, weitere Klangfarben sorgen Werke von Robert Lindley und David Loeb. Dies sind Original Kompositionen für Violoncello und Kontrabass.

“ Vagabondoi “ – das Trio für Klezmer und Balkan Klänge. Wissen Sie, was ein armenischer Berggipfel ist ? Michael Schneider lädt das Frankfurter Trio ein am Sonntag den 24. MÄRZ 2019 um 19 Uhr in die Bergkirche Schlierbach. Dort erfahren Sie alles über armenische Berggipfel. Und das ist noch nicht alles.

Das Trio Vagabondoj, mit der außergewöhnlichen Besetzung Klarinette, Gitarre und

Tuba, verbindet traditionelle Klezmer- und Balkanklänge mit Swing und

Eigenkompositionen zu einer virtuosen Reise durch die Weltmusik. Bodo Scheer, Ralph

Hanl und Matthias Schütz führen ihre Zuhörer dabei auf luftige armenische Berggipfel,

wilde Feste an der Schwarzmeerküste, durch die kargen Schluchten der Alpen und

machen sie bereit für die große Überfahrt in die neue Welt.

Im Sommer 2013 im Rhein-Main-Gebiet gegründet, folgten schon bald die ersten

Konzerte, Festivals und Rundfunkbeiträge. Neben Zusammenarbeiten mit Schauspielern

und Sprechern wie Nick Benjamin (u.a. ARD, ZDF, arte) und Şiir Eloğlu (u.a.

Alemanya–Willkomen in Deutschland, Tatort, Lindenstraße) entstand auch das

Kinderprogramm „Das fliegende Kamel“ mit Birgitta Assheuer.

2017 wurde das Album „unterwegs“ veröffentlicht.

Bodo Scheer Klarinette

Ralph Hanl Gitarre

Matthias Schütz Tuba

Vagabondoi – Frankfurt

https://www.vagabondoj.de/

Der Ton macht die Musik. Wer den Ton hat, wer die Töne hat, die Zuhörer bewegen, der ist der Magier der Töne und damit: der Musik. Salome Schneider ist die Cellistin für den magischen Klangzauber. Am Freitag den 22. Februar 2019 um 20 Uhr zaubert Salome Schneider das Haydn Cello Konzert D-Dur sowie das berühmte a-moll Cello Konzert von Robert Schumann in Ihr Ohr.

Kennen Sie die Geschichte vom Zaubergeiger Settembrini ?

Der hatte eine Zaubergeige und was er auch spielte, er verzauberte das Publikum.

Aber der Neid bohrte in ihm. Das bin ja nicht ich, das ist meine Zaubergeige. Ein Abend mit schlechter Laune: er beschimpft seine Geige: “ Du bist nur ein lächerliches Stück Holz. Ich bin der Meister, alles was herauskommt, das stammt von mir du Stück Holz „

Das nächste Konzert war eine Katastrophe: aus seiner Geige kam nur Gekrächze. Er war ruiniert. Karriere beendet. ( Wie die Geschichte weitergeht, das will ich Ihnen jetzt und hier vorenthalten ).

Aber: Es geht um Liebe und Achtsamkeit. Das ist die Gabe von Salome Schneider. Sie weiss: Ich habe da etwas, das ist ein Geschenk. Ich bin dankbar dafür, wo auch immer das herkommt. Ich schenke es meinen Mitspielern, muss nicht besserwisserisch sein, ich bin ein harmonischer Teil des Ganzen. “ Amen “ dürfen Sie jetzt hinzufügen. Gerne.

Frisch zurückgekehrt aus Bali habe ich dort das Pendant, das Denken zu dieser Einstellung erlebt.

Bali ist überwiegend hinduistisch geprägt. Mein Staunen darüber, dass es in den Tempelanlagen so viele verschiedene Abteilungen gibt, wurde dahingehend aufgeklärt, dass es neben der Göttin Shiva viele andere Götter mit anderen Funktionen gibt, die aber alle unter einem Dach wohnen. ( Uns im Westen dämmert es so langsam und wir nennen das “ Ökumene “ )

Das ist aber noch nicht alles. Die Hindus auf Bali glauben – ähnlich wie die Aborigines – dass die Welt aus dem Gleichgewicht fällt, wenn ich jemandem etwas Böses tue. Also ist auch Religion ein “ schadfreies “ Leben mit dem Ziel der Freiheit für alle ohne Schaden für die anderen.

Das ist im Alltag nicht so leicht gelebt und im Berufs- wie Hobby- Orchester auch nicht so leicht getan. Aber mit dieser Einstellung, also mit meiner Tochter Salome Schneider werde ich zum überzeugtesten Hinduisten von Bali bis Heidelberg ( Germany ).

Konzerte 2019 in der Bergkirche Schlierbach im “ Querklang am Berghang „

Konzerte 2019 in der Bergkirche Schlierbach

Freitag – 22.2.2019 – 20.00 Uhr

Salome Schneider spielt Dvorak, Schumann. Zwei Cello Konzerte sowie Perlen der Romantik für Cello und Gitarre von Frédéric Burgmüller.

Sonntag – 24.3.2019 – 19.00 Uhr

Klezmer Musik in der Bergkirche mit Vagabondoj – Frankfurt.

Freitag – 19.4.2019 – 20.00 Uhr

Stummfilm mit Life Musik in der Bergkirche Schlierbach.

Samstag – 4.5.2019 – 19.00 Uhr

Lyrik-Kontra-Bass: Stefan Hölscher und Michael Schneider spielen und rezitieren über die Liebe. Die Liebe zur Musik sowie die Musik in der Liebe.

Freitag – 10.5.2019 – 20.00 Uhr

Olga Magidenko`s Oper „Was ist das Leben “ in einer konzertanten Aufführung. Für Sprecherin und Orchester-Trio.

Freitag – 14.6.2019 – 20.00 Uhr

Regina Keil-Sagawe, Heidelberg- Cécile Oumhani, Paris präsentieren Geschichten aus dem Maghreb, Geschichten wie aus 10001 Nacht. Musikalisch umrahmt vom Trio Furioso Classico mit arabisch orientalischer Musik.

Freitag – 19.7.2019 – 20.00 Uhr

Tango in der Schlierbacher Bergkirche. Bandoneon mit Streichquintett und vieles mehr.

Freitag – 21.9.2019 – 20.00 Uhr

Michael Wohlfahrt, ehemaliger Pfarrer in der DDR, Schriftsteller und lebende Geschichte, liest aus seinen Werken. Michael Schneider kommentiert instrumental die Zeitgeschichte.

Freitag – 18.10.2019 – 20.00 Uhr

Max Reger in der Bergkirche Schlierbach – Felix Schönfeld spielt die drei Reger Suiten für Violoncello Solo, sowie im Duo mit seinem Saxophon Partner.

Freitag – 15.11.2019 – 20.00 Uhr

Mélange à deux – Karlsruhe. Oboe-Akkordeon-Kontrabass. Seltene, nie gehörte Klänge betören alle Sinne.

Samstag – 21.12.2019 – 19.00 Uhr

Weihnachten in der Bergkirche – musikalische Weihnachtsfeier mit Meike Lu Schneider-Violine, Salome Schneider-Violoncello und Michael Schneider-Gitarre

Neues Jahr und neues Glück. Wieder biete ich Neugierigen Workshops zur Rabbath Technik auf dem Cello und dem Kontrabass an. EinTag oder auch Tage die Ihr Leben ziemlich radikal verändern können.

1991: Ein Besuch bei Francois Rabbath und seine Folgen krempelten mein Leben total um. Musikalisch in jeder Hinsicht. Die neue – französische – Bogenhaltung erinnerte mich sofort an das Buch von Alfred Herriegel “ Zen in der Kunst des Bogenschiessens „. Auch Karlfried Graf Dürckheim war bei einem Zenmeister in Japan um das Bogenschiessen zu erlernen. Der antroposophische Philosoph lernte in erster Linie, dass das Lernen nie aufhört. Das wissen wir alle, das scheint eine banale Binsenweisheit zu sein. Stimmt genau, aber dieser Gedanke ist erst der Anfang weitreichender Konsequenzen für meine Haltung zu/auf/an meinen Instrumenten.

Damit stehe ich immer am Anfang eines weiterführenden Weges. Das entspricht genau der Weisheit meines Vaters, der mir immer wieder sagte: “ Suche dir immer bessere Leute, dann kannst du immer etwas hinzu lernen „.

Diese Einstellung hilft mir beim Unterrichten, mich auf die Sicht des Lernenden zu stellen und mit ihm/ für ihn auf die Suche zu gehen. Wenn nach vorne alles offen ist, dann werde ich nie darauf bestehen, dass es so sein muss wie ich es sage.

Wie in “ Zen in der Kunst des Bogenschiessens “ muss sich der Lernende trotzdem zunächst dem Zen Meister unterwerfen um später selbst zum Zenmeister werden zu können. Ist das zu kompliziert ? Dazu ein Beispiel aus unserer aktuellen Lebenserfahrung: Meine Kinder haben lange Zeit am Computer Autorennen gespielt. Sie waren alle darin sehr geschickt, bewegten die Maus weitgehend so, wie das Computerspiel es verlangte. Nur wer sich den Vorgaben des Spiels perfekt unterwarf, wer also nicht besserwisserisch mit der Maus gegen das Spiel hantierte – der gewann.

Der Weg zu einer guten Bogentechnik erfordert die gleiche Unterwerfung. Nur wer bereit ist zu lernen, den Bogen nicht mehr zu stören, der wird der Meister über den Meister-Bogen werden. Die Film Trilogie “ Matrix “ bearbeitet diesen philosophischen Gedanken sehr brillant.

Ein Workshop in “ Rabbath Technik “ schickt Lernende selbstverständlich nicht als Zen Meister nach Hause. Aber theoretische Grundlagen helfen, die geweckte Sehnsucht in die Tat um zu setzten. Üben muss jeder selbst, auch einem Kind kann niemand zeigen, wie Laufen geht. Wenn die Muskeln beim Kind – wie beim Bogen-spielen-schiessen – durch Versuch und Irrtum ausreichend gewachsen sind, dann kann Kind wie Lernender die Balance finden.

Herzlich willkommen im neuen Jahr mit neuen Workshops und Entdeckungen auf der Reise durch die Musik und das Leben.

Rabbath Technik : Virtuosität für jeden – schon ab dem ersten Ton. Eine andere Vision von Musik und ihr “ Spielen “ als Gegensatz zu : Arbeit.

Eine Cello Schülerin aus Sizilien hat nun drei Jahre bei mir Unterricht. Davor hatte sie einige Stunden bei einem Freund ihren Alters, aber cellomässig von junger Jugend an unterwegs.
Jedes Jahr in der Sommersemester Pause fährt sie zurück nach Sizilien. Letztes Jahr fragte sie dieser Freund und Ex-Lehrer, wie sie die Lagen findet – also im geographischen Sinn, nicht den Geschmack betreffend. Der wusste inzwischen, dass auch sie die Lagen nach der Idee von Rabbath einteilt. Vor einem Jahr konnte sie es ihm nur zeigen aber nicht erklären.
In diesem Sommer sieht es anders aus: Die kommende Begegnung wird ein Treffen unter Kollegen, ihr ehemaliger Lehrer wird von ihr einige Lektionen erhalten.
Rechts hat diese Cellistin inzwischen eine weiche geschmeidige Bogenhand und sie und ihr Heidelberger Lehrer sind gespannt, ob das in Sizilien bemerkt wird.

Michael Schneider hat oft auf dieser Seite von den vielen Anfeindungen im Heidelberger Orchester berichtet.
„ Bleib doch bei uns, verlass uns nicht „ – war eine noch sehr freundliche Formulierung.
Professor Hoffmann aus Karlsruhe konnte die andere Bogenhaltung und die Rabbath Technik für die linke Hand überhaupt nicht ausstehen.
Vier Jahre waren vergangen seit ich bei Rabbath ein neues Studium begonnen hatte, da sass ich mit Professor Hoffmann an einem Pult und ungefragt kommentierte er nach dem Konzert: Das stimmt was du da machst, das überzeugt.
Ein zweiter „ Feind „ kam zu der gleichen Erkenntnis. Mannheimer Nationaltheater, wir beide wieder an einem Pult. Den Rest können Sie sich denken.

Meine Glückseligkeit mit der Rabbath Technik führte in meiner Philharmonischen Tätigkeit zu absurden Situationen.
Meine dünnen Saiten, meine tiefe Saitenlage ermöglichen mir, an jeder Stelle meines Instruments zu spielen. Auch in hohen Lagen auf den tiefen Saiten.
Nach einem Konzert kommt jemand aus dem Publikum zu mir – mein Stellvertreter steht gerade neben mir – und fragt, ob ich eine andere Stimme spiele als meine Kollegen. Wäre ich mein Stellvertreter, ich würde in Grund und Boden versinken.
Aber – meine – weise Antwort: Viele Wege führen nach Rom.

SAP Orchester mit Konzert: Eine bulgarische Kontrabassistin spielt neben mir und schwärmt mir vor, wie toll sie es findet, dass ich Rabbath Technik spiele. Sie hat auch so angefangen, aber Professor Schmidt zwang sie umzusteigen.
Erstens: Er kann nur Deutsch.
Zweitens: Mit Rabbath – rechts oder links – bekommt man in Deutschland keine Stelle.

Cornelia Bielefeldt, die Muse des Projekts “ Ayre “ von Osvaldo Golijov. Die Musik spricht für sich selbst. Cornelia Bielefeldt spricht in Ihre Seele.

Braucht Musik einen Übersetzer? Nein, die Moldau hört jeder und die Forelle ist auch bildlich hörbar. Solche Assoziationen sind empirisch erforscht.
Aber Zusammenhänge sind nicht hörbar. Dafür braucht es einen Übersetzer. So lernt jeder Musiker während seiner Ausbildung etwas über historisch-musikalische Zusammenhänge. Dieses Wissen ist uns, den Ausführenden bekannt und vertraut. Allzu oft vergisst Michael Schneider, das Publikum dort abzuholen wo es wirklich ist. Dann jagt ein Stück das andere.

Das Osvaldo Golijov Projekt ist dem Ensemble “ arkestra convolt “ so wichtig, dass wir eine hochkarätige “ Fachfrau “ für klare Aussprache und körperliche Deutlichkeit gebeten haben, uns, nein dem Publikum beim Verstehen dieses einzigartigen Zyklus behilflich zu sein.

Cornelia Bielefeldt 1

Cornelia Bielefeldt ist alles. Studierte Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin in einem und in allem. In allem hat sie ihre Begeisterung am Leben erhalten.
Am 14.Juli 2017 um 20 Uhr wird sie dazu beitragen, die wunderbare Musik und den grenzenlosen Raum der musikalischen Assoziationen von Osvaldo Golijov Ihnen näher zu bringen.

Der Profi zu Besuch. Musikunterricht als perfektes Medium für schnelles Deutschlernen. Klare Aussprache inbegriffen.

Musik ist Melodie und Rhythmus.
Sprache ist Text – denkt man.
Sprache ist Melodie und lebt wie die Musik von Akzenten, Sprachmelodie und besonders von Pausen.
Das Verstehen dieser Bausteine erschliesst sich den Sprachschülern aus Gambia, Somalia, Eritrea und Guinea sobald sie die Melodie können. Dann fühlen sie geradezu, dass die Sprache rhythmisch dazu passen muss.
Michael Schneider klopft den Beat dazu, die ganze Gruppe lernt so, sich einem gemeinsamen – zunächst: Tempo – dann Rhythmus anzuschliessen.
Bei allem ist wichtig: sei hemmungslos. Sprich falsch aber laut. Blamier dich, zeige allen dass du es noch nicht kannst. Nur so können die Lehrer das vereinte Afrika verbessern und noch wichtiger: niemand übt stumm auf seinem Instrument.
Hier im Patrick Henry Village wird der Körper zum Instrument.
Gleichzeitig lernen alle, den anderen zu respektieren und bewusst wahrzunehmen: alle hören gemeinsam zu.
Alle stehen unter wohlwollender Kontrolle, abschweifen oder handyarbeiten: No Go.
Ist jetzt jemand beleidigt oder fühlt sich unterdrückt?
Ich fürchte nein. Alle schweben mit Handküssen davon.
Und : Alle fünf Strophen von “ Grün grün grün ….. “ können sie klar und deutlich sprechen und singen.
Lerndauer: 60 Minuten.
Wären wir Deutschen im umgekehrten Fall auch so fit ?

Wenn es das schon gibt, dann habe ich es gerade neu erfunden. Es war mir nicht bekannt.
Ein Beweis dafür, dass, was einmal auf der Welt gedacht wurde nicht mehr wegzudenken ist.
Meine Betreuerin vom DRK war heute dabei und schrieb mir nach dem Unterricht: „ Es war richtig toll. Man merkt richtig, wie sich die Bewohner darüber freuen mit euch Musikunterricht zu machen „.
Wann der nächste Abschied kommt, für Flüchtlinge wie Ehrenamtliche – wir alle wissen es nicht. Aber diese lückenlose Nähe und die abschiedlichen Handküsse sind Balsam für die Seele. Wir, die Ehrenamtlichen können nur hoffen dass alle „ unsere „ sich so lustvoll Blamierenden in ihrem möglichen Elend an „ Trari Trara „ und „ Grün grün grün „ erinnern, daran, dass es in diesem fremdenfeindlichen Europa auch andere gibt.
Die nächste Träne ist leider schon nah, sehr nah. Seit einem Jahr schliesse ich Menschen und ihre Schicksale in mein Herz.
Und was machen die Flüchtlinge ? Sie lieben uns, Annette und Michael Schneider an jedem Mittwoch wegen Hingabe, so als könnten wir es vollenden. Eine Illusion, eine Schimäre angesichts AFD, CSU und Donald Trump.

Paulina Tyszka singt Bach – der Solocellist Michael Schneider spielt drei originale Bachsuiten. Wir nennen es: Play Bach – wie Jacques Loussier.

Am 2. Juni 2017 ist es endlich soweit. Paulina Tyszka singt Bach, interpretiert, improvisiert und erfindet neu, was Bach in die Musik gelegt hat. Bach selbst war ein grossartiger Improvisator. Als er in Weimar weilte kam jemand “ Fürstliches “ auf die Idee, dass Bach abends mit einem französischen Orgelvirtuosen einen Impro-Wettbewerb bestreiten sollte.
Der Virtuose stimmte zu, hatte abends aber schon das Weite gesucht.

Freitag, den 2. Juni um 20 Uhr in der Evangelischen Bergkirche Schlierbach.
Samstag, den 3. Juni um 10.30 Uhr in der Stiftskirche Mosbach in “ Musik zur Marktzeit „.

Michael Schneider ist süchtig nach der Gesangs- und Improvisationskunst von Paulina Tyszka. Das ist für mich “ historisch informierte Aufführungspraxis „. ( Dies sind für mich die schrecklichsten Worte, die ich seit Jahren beim Hören von SWR2 ertragen muss, so arrogant theoretisch. Und die sogenannten Fachleute diskriminieren mich und meine Spielweise mit jedem ihrer historischen Ansprüche ).
Ausser: Felice Venanzoni, das ist ein “ Barock-Historisch-Original “ Vertreter der vehement-lebendigen Spielkultur. In einem Spielfilm formulierte die Protagonistin ihre Meinung über eine Weinrebe so: “ Die hat Arsch und Titten „.
So macht Felice Venanzoni Barock Musik. Das heisst: heftig.
Das erleben Sie mit Paulina’s Gesang im Dialog mit der Cello Musik von Johann Sebastian Bach.

paulina-d

Die 13. Bachsuite von Olga Magidenko. Noch gibt es sie nicht. Aber diese Komponistin will es wissen. Weiss sie mehr als wir, die Musiker und mehr als alle Musikwissenschaftler ?

Haben wir etwas verpasst ? Hat Bach noch viel mehr Cello Suiten komponiert als wir bisher wussten?
Darum geht es hier: hat die Musikwissenschaft geschlafen?
Deutschlands schlechtester Solokontrabassist – aus der Sicht seiner ehemaligen Kollegen vom Philharmonischen Orchester Heidelberg – lässt sich durch Borniertheit nicht den Wind aus den Segeln nehmen. Dann spielt er eben Cello, Kontrabass auch noch und auch auf dem Bass weiterhin Uraufführungen.
Aber jetzt kommt die Zeit der Musik für das Cello. Eine Bachsuite von Olga Magidenko ist komponiert und Michael Schneider steht in der Pflicht und übt – Cello.
Da steht schon eine weitere Uraufführung im Raum: Die 13. Cellosuite.
Wie kommt die Komponistin Olga Magidenko auf die magische Zahl dreizehn ?

DSC_0054

“ Ich will die 13. Bachsuite komponieren “ sprach Olga und Michael Schneider wunderte sich ? 13 ? Wieso ?
Das war meine eigene Rechnung: 6 von Bach, 3 von Reger, 2 von Britten, 1 von Magidenko. Das macht zusammen: 12.
Ergo: Die zweite Suite für Cello Solo von Olga Magidenko ist dann die 13.
Olga weiss auch noch mehr: Die Uraufführung soll an einem Freitag den 13 stattfinden.
Hilfe, wann ist der nächste 13. ein Freitag ? Soviel kann Michael Schneider nicht üben. Er braucht dringend einen Assistenten.