Lebendige Musik zur Wiederbelebung der Konzertreihe “ Querklang am Berghang „. Michael Schneider startet mit dem Ensemble “ I Cantori “ mit Musik aus 5 Jahrhunderten, 5 Kontinenten, 5 Musiker*innen ein fulminantes Ensemble-Projekt in weniger als 50 Minuten.

I Cantori – die schönsten Melodien aus 5 Jahrhunderten, 5 Kontinenten in weniger als 50 Minuten. Freitag, den 28. August 2020 jeweils um 18.30 und 20.00 Uhr. Evangelische Bergkirche Schlierbach, Wolfsbrunnensteige 7.
Mit Werken von Manuel de Falla, Isaac Albeniz, Enrique Granados, Osvaldo Golijov, Antonio Vivaldi und Luigi Boccherini.
Conny Keller – Violine, Salome Schneider – Violoncello, Thomas Lemke – Gitarre , Walter Pfundstein – Kontrabass, Michael Schneider – Gitarre, Violoncello

Das Instrumental Ensemble I Cantori präsentiert Musik die teilweise Jahrhunderte alt ist aber heute aktueller denn je.

In dem Melodiezyklus dieses Abends geht es um die Vermischung dreier Kulturen: Christen, Araber, Juden – beginnend im Spanien des späten 15. Jahrhunderts vor der Vertreibung der Juden. Der Wechsel von friedlicher Koexistenz mit offenem Konflikt zwischen diesen drei Kulturen wirkt bis in unsere Zeit nach.

Die Musik dieses Abends gründet sich auf Fundsachen: einem sephardischen Liebeslied, einem christlich arabischen Osterhymnus, sowie auf Original komponierten Melodien. 

In Boccherinis „ La Musica Notturna di Madrid „ beschreibt der Komponist den Aufzug der Nachtwache in Madrid vermischt mit den Rufen der Straßenhändler und dem Regen Treiben der Menschen in der Stadt.

Die Melodien wechseln im Laufe des Abends vom jüdischen zum arabischen weiter ins christliche Idiom. Wie eng verknüpft sind diese Kulturen, wie furchtbar ist es, wenn sie sich nicht verstehen. Die Trauer, mit der wir heute leben existiert bereits seit Jahrhunderten und doch war zwischen diesen Kulturen Harmonie möglich.

Alte Klänge in neuem Gewand. Eine Barock Sonate von Antonio Vivaldi mit dem Temperament des spanischen Flamenco. Luigi Boccherini – seine Musica Notturna gespielt von dem I Cantori – Quintett als italienische Banda, buchstäblich: Passa Calle. Ein weiterer besonderer Abend des Wohlklangs aus fünf Jahrhunderten. Arabisch-sephardische Melodien im Spektrum der Jahrhunderte.

Das Konzert gegen Rassismus und Krieg vom 13.März 2020 muss verschoben werden. Die Solistin Mariko Kitakobu kann zur Zeit nicht aus Tokio anreisen.

Mariko Kitakobu ist eine international gefragte Haiku und Performance Künstlerin aus Tokio. Gemeinsam mit der Sopranistin Yuki Mori und dem Ensemble “ I Cantori “ wollten wir uns in der Woche gegen Rassismus in Heidelberg mit diesem Konzert literarisch- musikalisch ebenfalls zu Wort melden. Mariko Kitakobus Haiku Dichtungen richten sich in diesem Konzert gegen Krieg, die Musik widmet sich inhaltlich gegen Vertreibung und Ausgrenzung. Beides addiert sich hier in Deutschland und in Heidelberg in eine Performance gegen Faschismus.

Der Coronavirus hat Mariko Kitakobu buchstäblich den Wind aus den Segeln genommen. Sie hat uns zugesagt, das Konzert bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit nachzuholen.

Yuki Mori ist Sopranistin und zur Zeit Sprachschülerin in Heidelberg. Gleichzeitig bereitet sie sich auf die Aufnahmeprüfung an einer deutschen Musikhochschule vor. Ihr Beitrag in diesem Konzert wäre nicht nur ihre besondere Stimme, sondern auch die Entdeckung japanischer Lieder, die thematisch das Thema unseres geplanten Konzertes vorwegnehmen. Dazu gehört der japanische Komponist Rentaro Taki ( 1879-1903 ). Taki studierte Komposition in Tokio und in Leipzig und verstarb viel zu früh an Tuberkulose.

Mariko Kitabuko – Photo von Teresa Mei Chuc
Yuki Mori – Sopran

30 Jahre Mauerfall. Wo verläuft die innerdeutsche Grenze heute ? Michael Wohlfarth, damals Pfarrer in Ostberlin, Reformator, Widerständler solidarisierte sich damals mit seinen offenen Kirchentoren mit dem “ Volk “ . Michael Wohlfarth kommt als Zeitzeuge in den Querklang am Berghang, liest und erzählt seine Art der Vergangenheitsbewältigung in dem Gesprächskonzert in der Evangelischen Bergkirche am Samstag den 21. September 2019 um 19 Uhr.

Michael Wohlfarth über sich :

Ich bin im vorletzten Kriegsjahr 1944 in Landsberg an der Warthe, heute Gorzow, geboren worden und wuchs auf in Ostthüringen in einem evangelischen Pfarrhaus. Da ich als Pfarrerskind in der DDR kein Abitur machen durfte habe ich eine Möbeltischlerlehre in Themar/Südthüringen abgeschlossen und als Orgelbauer und Möbelverkäufer gearbeitet.Nach zweijähriger Theaterzeit bei der Leipziger Spielgemeinde Studium der evangelischen Theologie in Berlin. Danach berufs-tätig als Gemeinde-und Jugendpfarrer im Altenburger Land. Durch das Berufsverbot meiner Frau Margard als Theaterwisschaftlerin Umzug nach Altenburg und Aufbau der Altenburger Akademie gegen den Widerstand des MfS (500 Seiten OPK,500 Seiten OV).
Nach der Wende Angebote wie Landrat, Landtag und Bundestag abgelehnt. Schwerpunkt der Arbeit Seelsorge an Geschädigten der SED-Diktatur und als Stadtjugendpfarrer.Weiterführung der Erwachsenenbildungsarbeit
in Altenburg und Gera (Ökumenische Stadtakademie)Gründung eines Evangelischen Gymnasiums in Altenburg.Geistlich zu Hause in der Nachfolgekirche der Franziskaner am Markt:Brüderkirche – Offene Kirche. Ora et labora in der Kommunität für den Tag mit Schwerpunkt: Arbeitslose.
Anregung dazu durch Bruder-und Schwesternschaft Selbitz bei Hof.

Der neue Querklang präsentiert Werke für Akkordeon und Gitarre von Astor Piazzolla, Gabriel Fauré sowie Matteo Fallloni. Die zweistimmigen Inventionen von Johann Sebastian Bach werden in der Fassung für Violoncello und Akkordeon dargeboten, sowie die “ Fünf Stücke für Violoncello Solo “ von Hanning Schröder.

Anja Bosl ist die neue Musikerin in dieser Konzertreihe. Ihre breit gefächerten musikalischen Erfahrungen ermöglichen ihr, das Akkordeon zu spielen als wäre es ein Bandoneon. Die Vermutung, es handele sich auch gleichfalls um eine Quetschkommode, wie das Akkordeon landläufig auch genannt wird, diese Vermutungen gehen fehl. 

Einrede für mehr Ehrlichkeit, weniger Mauern, besonders in uns. Das reichste Land der Welt grenzt aus. Die UMA’s kommen nicht mehr bei uns an. Flüchtlingshilfe ?

Eine Freundin postete dies auf Facebook.
“ Täglich fallen Bomben, täglich sterben Menschen, daran haben wir uns gewöhnt und meist fallen sie auch weit genug entfernt, so berühren sie unsere emotionale und reale Komfortzone nicht, da lässt es sich unbeschwert leben, nichts wird überschattet. Damit ist es vorbei, sobald solche Anschläge in unserer „Welt“ verübt werden, bringen sie nicht nur Verletzte und Tote hervor, diese Anschläge lassen feine Risse in unserer emotionalen Schutzmauer entstehen, durch die das Elend solcher Erfahrungen, bis in unser Innerstes vordringt und vielfältigste Gefühle empor schleudert. Würden solche Anschläge dazu beitragen, dass mehr Mitgefühl entsteht, hätten sie ihr Ziel nicht erreicht. Wir sind solchen Situationen bisher noch relativ selten ausgesetzt, allerdings leben unter uns Menschen, die solchen Situationen Tag für Tag und das über Jahre, ausgesetzt waren und sie aushalten mußten, die das Elend in aller Grausamkeit überlebt haben, weil sie sich auf den Weg gemacht und zu uns geflüchtet sind. Eingebettet in unserer sicheren Welt, tragen sie jede Sekunde der ertragenen Qualen mit sich, sie sind ihnen eingebrannt und werden sie bis zu ihrem letzten Atemzug begleiten, auch wenn man es ihnen nicht ansieht. Wenn diese Anschläge zu mehr Mitgefühl führen würden, hätten sie ihr Ziel nicht erreicht und das wünsche ich mir! „

Als Moderator bei Schulauftritten mit den Djemben-Gambianern im Rahmen der “ Willkommens Kul-Tour “ des DRK Rhein Neckar habe ich immer wieder die Schüler gefragt, wann sie, wann ich, wann ein Mensch an den Punkt kommt, alles zu verlassen was ihm wichtig ist.
Michael Schneider hat noch Filme der Flüchtlingsströme aus dem Osten während und nach dem zweiten Weltkrieg gesehen. Die Bilder haben sich seitdem ewig wiederholt, aber wir leben in einer unvorstellbaren Komfortzone.

Und hier ist das besondere Problem von Michael Schneider: Sein vehementer Einsatz für einen diskriminierten Menschen in Heidelberg, dem alles ausser Totschlag von “ Kultur-Menschen “ aus Heidelberg angetan wurde, bis in die höchsten Ämter ging diese Feigheit: Das alles scheint angesichts der inzwischen bei uns angekommenen Lawine an Elend geradezu lächerlich.
Für diese inzwischen lächerliche Reminiszenz stehen Namen wie Holger Schultze, Dr. Würzner, der Orchestervorstand des Philharmonischen Orchesters Heidelberg, sowie die Mehrheit des Theaters überhaupt, die alle durch Weggucken und Schweigen alle Lügen und Intrigen der genannten Macher unterstützt haben.

Die „ Bachsuite „ von Olga Magidenko. Ein Jahrhundertwerk der Cello Literatur. Michael Schneider, der Solocellist schlägt sie schon für das Bundesverdienstkreuz vor. Konzert zu Ehren dieser mutigen Frau am 12. Mai 2017 um 20 Uhr im Querklang am Berghang.

Die Idee zu einem Vorwort zu jeder einzelnen Bachsuite, die stammt nicht von Michael Schneider.
Jean-Guihen Queyras hatte die Idee, für jede der sechs Cellosuiten von Johann Sebastian Bach einen Komponisten um ein musikalisches Vorwort zu bitten.
Michael Schneider wollte das kopieren. Er begann bei Uli Johannes Kieckbusch, der keine Zeit hatte.
Olga Magidenko setzte diese Anfrage sofort in die Tat um. Daraus entstand eine komplette Bachsuite, die auch diesen Namen trägt. Inspiriert, aber nicht kopiert nach der ersten Cello Suite.
Die Uraufführung steht noch aus.
Seit 2012 setzt sich Michael Schneider aktiv für die Kammermusik dieser genialen Komponistin ein. Kammermusikalisch gibt es viele Verehrer und Mitstreiter, die ohne Wenn-und-aber ihre Musik vertreten.
Alle Versuche, die Sinfonien dieser Komponistin beim Philharmonischen Orchester Heidelberg zur Aufführung zu bringen , die scheiterten an der bekannt-üblichen Arroganz der Theater: Anregungen von Musikern? Die können nicht gut sein. Bessere Ideen von anderen ? Das geht gegen den Egomanismus der Intendanten und Konzertdramaturgen. Der GMD hat dann auch noch ein Wort mit zu reden.

Olga Magidenko ist der vital-lebende Beweis einer authentisch modernen Musik. Intensiv, kraftvoll, so erlebt Michael Schneider ihre Musik. Das Schweigen des Publikums nach einer Aufführung ist der „ redselige „ Beweis der Treffsicherheit ihrer intensiven Musik.
Auf Youtube gibt es unter „ Olga Magidenko „ viele Zeugnisse ihrer musikalischen Kraft.
Aber Propheten gelten nichts im eigenen Land, das ist ist auch in Heidelberg nicht neu.
Solange aufsteigende Projekte nichts besseres haben, solange ist „ Örtliches „ gern gesehen. Wird es besser, teurer !!! und international, dann gibt es Qualität nur noch in der Welt, aber nicht mehr vor Ort. Der Heidelberger Frühling hat die Vernachlässigung zu diesem Theme wesentlich mit zu verantworten, trotz aller grossen Worte die anderes suggerieren.
Thorsten Schmidt ist inzwischen „ Intendant „ des Heidelberger Frühlings. Michael Schneider hat noch erlebt, wie er als Mitarbeiter des damaligen GMD Thomas Kalb plötzlich den „ Frühling „ übernommen hat. Das klingt nach Schach, bei dem einige Züge übersprungen werden. Eigentlich ein Grund zur Disqualifizierung. Aber Heidelberg ist dem Faschismus und der Vetternwirtschaft immer noch sehr verbunden.

RabbathTechnik – leicht und billig wie im Supermarkt ? Bei Michael Schneider gibt es das fast umsonst. Aber für Interessierte übernimmt er das Üben noch nicht. Warum sollten die Bassisten des Philharmonischen Orchesters Heidelberg diese Technik lernen?

Leicht – das ist die Rabbath Technik wenn man sie kann.
Das hat schon Karl Valentin erkannt: „ Wenn man es kann, dann ist es ja keine Kunst mehr. „
Diese Erkenntnis gilt auch für die dafür notwendige richtige Einrichtung des Instruments.
Flache Saitenlage mit entsprechend flacher Krümmung des Griffbrettes, weil mit der Rabbath Technik nicht mehr gearbeitet, bzw. gedrückt wird. Also kann man sich eine hohe Saitenlage ersparen. Wenn der Weg zwischen Saite und Griffbrett nicht weit ist, dann spart dies enorm Zeit. Denn beim Verlassen der Saite folgt sie dem Finger nicht so weit nach. Ich bin also im Umkehrschluss auch schneller auf dem Griffbrett als bei einer hohen, höheren Saitenlage.
Ausserdem klingt jede Saite viel schöner, wenn sie nicht zu sehr eingeknickt werden muss.

Dies alles war so bei meinem wunderbaren Fünfsaiter entsprechend eingerichtet, den der damalige Solobassist der Berliner Philharmoniker in den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts seinem Sohn gekauft hat.
Nun war in den letzten Jahren bekannt, dass Michael Schneider einiges ganz anders macht als der deutsche Mainstream. Das Philharmonische Orchester Heidelberg hat diesen Bass nach meinem Ausscheiden vor einem Jahr gekauft.
Alles neu macht er Mai: neues Griffbrett, hohe Saitenlage, andere Saiten, anderer Saitenhalter, anderer Stachel und wer weiss was noch alles verändert wurde.
Ergebnis: niemand hat mehr Lust, auf diesem Bass zu spielen. Er klingt spröde und kratzig, antwortet nicht mehr auf Fragen. ( Das heisst auf Deutsch: es braucht viel Kraft bevor die Saite anspricht ). Die hohe Saitenlage tut ein Übriges, erfordert einen erhöhten Kraftaufwand.

Daraus folgt für Michael Schneider:
Die Rabbath Technik ist auch eine musikalische Überlebensphilosophie.
Will ich arbeiten wenn ich Musik machen will ?
Will ich mit Kraft spielen ?
Will ich einen kratzigen Ansatzton ?
Betrachte ich das Instrument als Bodybuilding Element, weil ich ja auf „ Arbeit „ bin?

Michael Schneider hat noch nie in seinem Leben gearbeitet.
Besser formuliert: nicht arbeiten wollen .
Ergo war ich immer auf der Suche nach Erleichterung, Verbesserung sowie Veränderung.
Diese Lebenseinstellung öffnet viele Sinne für neue Varianten gegen das Alte, das Starre und in der Musik Überkommene.
Kein Geiger würde auf einer Geige spielen, die soviel Widerstand bietet wie viele Saiten auf den Kontrabässen, die dann auch noch mit viel zu hoher Saitenlage eingerichtet sind.

Sommer 2016 nach einem Konzert in Berlin. Michael Schneider hat Bach auf dem Cello gespielt. Eine Frau aus dem Publikum muss es mit erzählen: „ Ich habe noch nie gehört, dass ein Cello so weich klingen kann.“

Das allgemeine menschliche Problem mit der Rabbath Technik ist, dass jemand sich infrage stellen muss, ob das bisher Gelernte das Optimum des Möglichen war. Oder ob er, um neue Kontinente zu entdecken, den alten aus den Augen verlieren muss.
Die Geschichte aus der Bibel mit dem Nadelöhr, die ist wohl noch bekannt. Warum sollte ein gestandener Bassist durchs Nadelöhr gehen, der doch mit Franz Simandl sehr gut versorgt wurde ?

Das faschistoide Verhalten des Philharmonischen Orchesters Heidelberg und seines Intendanten Holger Schultze. Yordan Kamdzhalov, der Überlebende einer aktuellen Faschismusdebatte.

Holger Schultze, Intendant des Heidelberger Theaters, sowie das gesamte Philharmonische Orchester Heidelberg haben mit ihrem faschistoiden Verhalten den Rausschmiss des Generalmusikdirektors Yordan Kamdzhalov zu verantworten. Darüber hinaus hat der Intendant auch noch zu verantworten, dass die renommierteste Dirigenten Agentur Yordan Kamdzhalov hinausgeworfen hat.
Die gesamte Stadtverwaltung, sowie der Gemeinderat und der Oberbürgermeister haben in dieser Phase nach der Pfeife des Intendanten getanzt.
Michael Schneider wurde in der Folge des Öfteren gefragt, wo denn nun dieser Jahrhundert Dirigent geblieben sei ?
Meine Antwort darauf ist die folgende:
Franz Kafka wurde von Rowohlt nach dem Krieg entdeckt. Das war sozusagen sein Glück, darum ist er im Deutsch Unterricht allgegenwärtig. Es gibt aber noch jede Menge andere verbrannte Dichter, die quasi nie wieder einen Fuß auf den Boden des Deutschunterrichts gefunden haben, weil sie nicht wiederentdeckt wurden, sondern erfolgreich verbrannt wurden.
Dazu gehört zum Beispiel Leo Perutz, ein fantastischer Schriftsteller.
Mein Lieblingsspruch aus dem Roman: “ Der 100-jährige der aus dem Fenster sprang und verschwand „, das ist der Satz von Allan: es kommt wie es kommt, und so kommt es dann auch.
Am 28. November 2016 ist es soweit: Yordan Kamdzhalov tritt als Chefdirigent des Genesis Orchesters im Münchner Gasteig auf.
Hier hat er die Musiker gefunden, die bereit sind, seinen Ideen zu folgen.
Faschistoid: das ist das Verhalten eines Konzertmeisters, einer Solobratscherin und des damaligen Orchestervorstands, die mit ihrem respektlos menschenverachtenden Verhalten die Zerstörung einer Person und deren Familie in Kauf genommen haben um ihren blindwütigen Ressentiments freien Lauf zu lassen.
Michael Schneider schrieb im Herbst 2012 einen Hilferuf an den OB Dr. Würzner: Tun Sie etwas, hier ist ein Wohlstandskindergarten außer Kontrolle geraten.
Keine Reaktion, der Wohlstandskindergarten durfte sich weitere drei Monate lang austoben. Dann folgte ein weiteres Schreiben von Michael Schneider. Es folgte die Anweisung, dass das Problem intern zu lösen sei.
Der Rest ist bekannt.
In Goethe’s Faust steht zu lesen: ich bin die Kraft die stets das Böse will und doch das Gute schafft. Danken wir alle Holger Schultze, Thierry Stöckl, Marianne Venzago, Christoff Schlesinger und vielen anderen dass sie letztlich so Gutes bewirkt haben: das Wichtigste konnten sie Yordan Kamdzhalov nicht nehmen.
Der kreative Wille für Liebe und Wohlwollen zur Musik und den Menschen, das konnte Heidelberg ihm nicht austreiben.

https://www.gasteig.de/veranstaltungen/sinfoniekonzert-genesis-orchester.html,v41490

Holger Schultze, der Intendant des Theaters und Orchesters Heidelberg hat sicherlich unter den Lügen und Intrigen gegen Yordan Kamdzhalov gelitten. Aber wenn der Hofstaat sich so vehement verweigert, was soll der König dann machen? Er weicht der rohen Gewalt.

Täglich konnten Yordan’s Freunde die Fluktuation zum Direktionszimmer des Intendanten beobachten. Der Orchestervorstand, extra für den Rausschmiss von Yordan Kamdzhalov gewählt, hatte sich entschieden, sich als devote Diffamierungsinstanz zu etablieren um so dem Intendanten Holger Schultze gewichtiges Argumentationsmaterial zu liefern, das er mangels Beweisen dringend benötigte. Den Rest seines Hofstaates würde er dann mit der Androhung von Kündigung schon gefügig machen. So war der Orchestervorstand des Philharmonischen Orchesters Heidelberg der Wegbereiter und willfährige Wasall eines neidischen Königs, der täglich den Spiegel befragte, wer der Schönste im ganzen Land sei. Der Spiegel muss ihn immer wieder an Yordan Kamdzhalov verwiesen haben, der mindestens genauso schön wie Jonny Depp ist, aber auch noch über magische andere Schönheit verfügt. Also musste das Märchen wahr werden: Holger musste der Schönste im ganzen Land werden, koste es was es wolle. Er konnte schliesslich allen kündigen, die nicht seiner Meinung waren.
Nur leider leider leider: Michael Schneider hatte seinen Vertrag noch mit dem OB Reinhold Zundel gemacht.
Da war das Orchester – oh selige Zeiten – noch ein eigenes Amt. Oh Macht der Dummheit: jetzt hängt das Philharmonische Orchester am Tropf des grössten Intendanten aller Zeiten: Holger Schultze.

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Hohenzollerische Zeitung vom 10.3.2014 zum Konzert in Hechingen mit Uli Kieckbusch und arkestra convolt

HECHINGEN

Musik in der (Strick-)Fabrik

Eine Fabrik und ein Konzert rund um Jazz, Free-Jazz und Blues: passt das zusammen? Ja – erbrachten die Musiker von “Arkestra convolt” im vorletzten “Hechingen kieckt!”-Konzert den Beweis.
Man musste fast ein bisschen suchen, bis man den Ort des vorletzten Konzerts in der Reihe “Hechingen kieckt!” fand: Die Tutto-Fabrikhalle der Wolfgang Zwerger GmbH (Opal) diente am Wochenende dem Ensemble “Arkestra convolt” als Konzertraum mit erfrischendem, ungewöhnlichem Charme.
Hechingen Wollfabrik 3
Das Quartett mit Bernd Stang an der Posaune, Michael Schneider am Kontrabass und Cello, Claus Rosenfelder am Saxophon und Francesco Panarese an den Percussions gründete sich 2009 und vereint Folklore mit neuer Musik. Die Gruppe greift zwar auf komponierte Musikstücke zurück, lässt sich aber gegenseitig Freiraum für gemeinsame und solistische Improvisationen.

 Durch die geschickte Stimmführung konnte jeder der Musiker nicht nur in den solistischen Parts sein Können unter Beweis stellen, sondern sich auch in die Gruppe einbringen, so dass sich die Mitglieder harmonisch ergänzten: Michael Schneider umgarnte seinen Kontrabass regelrecht und entlockte ihm leichthändig wohlig dunkle Jazzklänge. Bei einem von ihm gewählten Bebop-Stück, das er solistisch vortrug, zeigte er, dass der Kontrabass sich durchaus als Solo-Instrument durchsetzen kann.

Am 22.5.2014 schrieb Sebastian Eckholdt, Orchestervorstandsmitglied an Michael Schneider die folgende Bitte um Veröffentlichung, nachdem er den Vorwurf erhoben hatte, dass Michael Schneider auf seiner Web-Seite keine andere Meinung zulasse: Philharmonsiches Orchester Heidelberg aktuell !!!

„Lieber Michael, vielen Dank für Deine „freundliche“ mail. Zunächst einmal finde ich es sehr schade, dass Du auf Deiner Seite zwar die Möglichkeit bietest Beiträge zu kommentieren-dann aber Kommentare welche nicht Deiner eigenen Meinung entsprechen, einfach nicht zur Veröffentlichung zuläßt. Entspricht das etwa Deiner Auffassung von Demokratie und freier Meinungsäußerung? Ich habe jediglich versucht, dem von Dir entworfenden Bild-in unserem Orchester herrsche eine Atmosphäre von Rassismus und Ausländerfeindlichkeit- zu widersprechen. Das ist nicht nur meine Aufgabe als Vorstand, sondern entspricht auch meiner tiefen inneren Überzeugung-denn ich möchte keine Sekunde in einem Betrieb arbeiten in dem ein solches Klima herrschen würde! Unser Orchester habe ich diesbezüglich jedoch ganz anders erlebt, deswegen arbeite ich gerne hier und mache mir auch die Mühe unsere Gemeinschaft gegen derartige Vorwürfe zu verteidigen. Was Deinen Verdacht gegen mich betrifft bin ich jederzeit zu einer Schriftprobe bereit. Es bestürzt mich allerdings schon ein wenig, dass Du allen Ernstes meinst, ich sei Rassist, der anonyme Briefe verschickt. Vielleicht interessiert es Dich ja, dass ich seit mehreren Jahren mit einer Ausländerin zusammen lebe, die ich in wenigen Wochen (im Ausland) heiraten werde…vielleicht interessiert es Dich ja auch dass mein Geigenprofessoren aus Israel bzw. Slovenien kommen, oder dass über die Hälfte meiner Freunde und Bekannte keine Deutschen sind…nein das alles interessiert Dich natürlich nicht. Denn für Dich ist jeder der Deine Bewunderung für unseren Generalmusikdirektor nicht teilt gleich ein Rassist. Das ist ja auch so schön einfach! Denn „Nazi“-das ist das Totschlagargument schlechthin. So einfach ist die Sache aber nicht. Ja, es ist richtig, dass ich persönlich sehr unzufrieden bin mit der Arbeit von Y. Kamdzhalov. Ich weiß auch dass wir in diesem Punkt unterschiedlicher Meinung sind. Trotzdem kann es doch auch Dir nicht entgangen sein dass die überwiegende Mehrheit unseres Orchesters diese meine Unzufriedenheit teilt ( nach den „Tosca“ Proben vor knapp einem Jahr hat sich genau einer der anwesenden Stimmführer (selbst Matthias Friedrich nicht!) für eine weitere Zusammenarbeit mit Y.K. bei dieser Produktion ausgesprochen). Glaubst Du allen Ernstes das sind alles Rassisten?! Oder glaubst Du wirklich alle haben soviel Angst vor Thierry oder mir dass sie gegen ihre Überzeugung abstimmen?! Das ist doch lächerlich! Welches Druckmittel hätten wir denn um eine solche Angst zu erzeugen? Was die Geschichte mit Irina Simmes betrifft-die höre ich von Dir zum ersten Mal, deswegen kann ich dazu auch nichts weiter sagen. Zu unserem Zeitungsinterview stehe ich allerdings nach wie vor. Ich werde auch in Zukunft meine Meinung (in diesem Fall die Mehrheitsmeinung des Orchesters!) wenn es sein muß auch öffentlich vertreten und mich dabei auch nicht von Deinen Beleidigungen oder Unterstellungen einschüchtern lassen! Deine E-Mail habe ich übrigens samt Deines Artikels zur Kenntnisnahme an der Personalrat weitergeleitet. mit freundlichen Grüßen, Sebastian“

Zitat Ende.

 

Ich habe dem Vorstand darauf geantwortet, dass ich, Michael Schneider sofort eine Schriftprobe von mir zur Verfügung stellen würde, wenn mich jemand in die Nähe eines Verdachts des Rassismus oder die Menschenwürde herabsetzender Schriften bringen würde. Ich habe von keiner der betroffenen Personen, die ich in den möglichen Täterkreis einbezogen habe, eine weitere Reaktion erlebt. Danach war nur noch Schweigen.

Aber auf meiner Seite ist jede andere Meinung sehr willkommen, darum erfülle ich die dringende Bitte von meinem lieben Kollegen Sebastian Eckholdt, der sicherlich im Namen des gesamten Vorstandes schreibt, sehr gerne.

Ich habe an dieser Stelle schon mehrfach erwähnt, dass ich seinerzeit als schlechtester Bassist Deutschlands bezeichnet wurde. Ich stehe dazu, wie ich bin und schicke gerne Videos von meinem letzten Konzert vom 25.7.2014, die meine “ Schlechtigkeit“ beeindruckend dokumentieren.

Eine Schriftprobe habe ich bisher von niemandem erhalten, bzw. ist mir nicht bekannt, dass irgendjemand aufklärend in dieser Hinsicht tätig geworden ist.