“ Vagabondoi “ – das Trio für Klezmer und Balkan Klänge. Wissen Sie, was ein armenischer Berggipfel ist ? Michael Schneider lädt das Frankfurter Trio ein am Sonntag den 24. MÄRZ 2019 um 19 Uhr in die Bergkirche Schlierbach. Dort erfahren Sie alles über armenische Berggipfel. Und das ist noch nicht alles.

Das Trio Vagabondoj, mit der außergewöhnlichen Besetzung Klarinette, Gitarre und

Tuba, verbindet traditionelle Klezmer- und Balkanklänge mit Swing und

Eigenkompositionen zu einer virtuosen Reise durch die Weltmusik. Bodo Scheer, Ralph

Hanl und Matthias Schütz führen ihre Zuhörer dabei auf luftige armenische Berggipfel,

wilde Feste an der Schwarzmeerküste, durch die kargen Schluchten der Alpen und

machen sie bereit für die große Überfahrt in die neue Welt.

Im Sommer 2013 im Rhein-Main-Gebiet gegründet, folgten schon bald die ersten

Konzerte, Festivals und Rundfunkbeiträge. Neben Zusammenarbeiten mit Schauspielern

und Sprechern wie Nick Benjamin (u.a. ARD, ZDF, arte) und Şiir Eloğlu (u.a.

Alemanya–Willkomen in Deutschland, Tatort, Lindenstraße) entstand auch das

Kinderprogramm „Das fliegende Kamel“ mit Birgitta Assheuer.

2017 wurde das Album „unterwegs“ veröffentlicht.

Bodo Scheer Klarinette

Ralph Hanl Gitarre

Matthias Schütz Tuba

Vagabondoi – Frankfurt

https://www.vagabondoj.de/

Breite Seite Nummer drei in Sinsheim. Heute: Cello Solo und Gitarrenunterricht mit Michael Schneider.

An diesem Mittwoch, den 4. Mai war wieder Cello Konzert angesagt.
Ich habe einen neuen Fan aus Afghanistan. Habe ich einen neuen Anhänger? Oder hat die Barock und Renaissance Musik einen neuen Anhänger gefunden, für Musik, die er vielleicht noch nie vorher gehört hatte?
Mosab ALmohajer. Auch diesen Namen habe ich mir notiert damit ich ihn nicht vergesse. Zwei andere meiner Zuhörer aus Afghanistan hießen nun tatsächlich Mohamed, diesen Namen kann sich vermutlich jeder leicht merken. Die Namen Abdul Rahman oder Malikzada gehen mir inzwischen leicht von der Zunge. Mich grüßen inzwischen auch schon Flüchtlinge, die ich bei meinen Konzerten oder den Musikstunden noch gar nicht gesehen habe.
60 Minuten Cello Musik, meine beiden Stammhörer Malikzada , der auch mein Gitarrenschüler geworden ist und Mosab ALmohajer genießen ganz offensichtlich den Klang meines Cellos und drücken dies auch mit Worten aus, wie sehr ihnen der weiche Klang dieses Instrumentes gefällt.
Mein wechselndes Lauf Publikum, heute überwiegend Afghanen, kennt sich anscheinend auch mit unserer westlichen Musik aus. Zwar wurde von einem die Musik von Johann Sebastian Bach dem Italiener Giuseppe Tartini zugeschrieben, aber immerhin, so ganz daneben war es dann doch nicht.
Die schnellen Sätze von Johann Sebastian Bach aus den Cello Suiten wurden von einem anderen der Rock Musik zugeordnet. Da waren wir beide uns einig, das sehe ich ganz genauso.
Nach 60 Minuten Cello Musik bekam Malikzada seine Gitarrenstunde.
Meine beiden anderen Gitarrenschüler, Abdulrahman und Assim mussten heute anscheinend den Frühling in Sinsheim genießen. Von Haus aus Jazzer, war ich als Orchestermusiker, beziehungsweise Angestellter der Stadt Heidelberg nie so ganz den strengen Ritualen verpflichtet, ich will sagen, somit der arabischen Mentalität näher. Trotzdem, als Gebender muss ich mich immer noch ein wenig daran gewöhnen, kann mich inzwischen aber freudig und neugierig auf den nächste Variante einlassen.
Wie lange meine “ Gitarrenschüler “ in Sinsheim bleiben, das wissen sie selbst nicht so genau. Lohnt sich dan der Unterricht überhaupt, wenn die zeitliche Befristung ganz im Ungewissen liegt?
Hier gibt es nur ein eindeutiges Ja, keine Minute möchte ich missen. Junge interessierte Männer – die sich nach den Worten meiner Betreuerin vom DRK Rhein Neckar “ im Krieg befinden “ – bekommen eine Gitarre und Lehrer wie Schüler erleben taufrisch, wie der Prozess des Laufen Lernens sich bei einem Kind entwickelt: Hinfallen-Aufstehen.
Für diese Männer, also meine drei Gitarrenschüler ist dies die wunderbare Erfahrung, dass die Finger zunächst überhaupt nicht das tun, was der Kopf denkt oder sich einbildet.
Das merke ich jedesmal an mir selbst. Ich kann mir die vielen neuen Namen nicht merken, habe zunächst immer wieder nachfragen müssen, bis ich begonnen habe, sie mehr schriftlich zu merken.Ergo: DER LEHRER IST AUCH NICHT BESSER ALS SEINE SCHÜLER.