Die Weltmusik der Drogendealer in Berlin – ein Einblick in staatstragende Mechanismen !!! oder doch eher ???

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Crystal Schüttler und Michael Schneider suchen die Wahrheit

Wir besuchen meine Geigentochter Meike Lu in Berlin. Die drei Windhunde müssen mit. Die müssen dann aber auch morgens früh raus. Früh ist relativ, denn die Kreuzberger Nächte sind lang. Das wussten schon die Gebrüder Blattschuss. Also stehen wir um 8 Uhr unter den Bäumen beim Schwimmbad Ecke Ohlauer-Wiener Strasse, bewaffnet mit Tüten. Gegen halb neun bewegen wir uns in Richtung Park. Ein gehetztes Reh scheucht an mir vorbei: ein echter tiefschwarzer Afrikaner. Dreht sich um. Ich auch. Da schlendern zwei scheinbar entspannte Typen den Weg entlang. Das sind die aber gar nicht, denn plötzlich springt der mit zwei Ohrpiercings und viel Agression bewaffnete auf das Reh zu und versucht es mit brüllenden Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr-Lauten zu verscheuchen. “ Hau ab du Penner“ brüllt er das Reh an. Das Reh weicht auf die Wiener Strasse aus. Der Piercing Mann hinterher und beginnt das Reh zu schubsen. Der zweite Mann, wegen jeder Menge Alkohol intus ist langsamer und später beim Reh. Die Aggression der beiden zunächst als entspannt eingeschätzen Typen steigert sich in sehr handgreifliche Attacken. Wie ein Fischschwarm wabert die Gruppe in die Ohlauer Strasse. Dort wird es noch heftiger. Ich sehe, wie der Alkoholisierte sich ans Knie fasst. Er hat wohl auch mal etwas abbekommen. Inzwischen schauen einige Passanten zu. Die, die am Piercing Mann vorbeigehen bekommen in aller Eile so mit vorbeifliegender Hand eine Karte zu sehen: “ Ich bin Polizist “ brüllt der Piercing Mann. Eine andere farbige Passantin ruft inzwischen: „Das geht doch nicht, so kann man doch nicht mit dem umgehen. Wenn die eine Razzia machen wollen, dann sollen die das tun, aber doch nicht mit Verprügeln“. Ich bin ein feiger Mensch, besinne mich etwas und rufe die Polizei. Kurz darauf sind bis zu acht Streifenwagen da. Einem Polizisten teile ich mit, dass ich angerufen habe. “ Das klären wir hier schon “ bekomme ich zu hören.

Später biete ich einem anderen Afrikaner meine Hilfe an. Er hatte versucht zu schlichten und weil der Piercing Mann nur noch Schläger war, hatte er begonnen, diesen fest zu halten, damit dem Reh nicht noch mehr Schmerz zugefügt wird. Das Ergebnis wird sein: eine Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt.

Ich war mal der Held vom Rainweg in Ziegelhausen: Ich habe mit einem Nachbarn gemeinsam ein Reh befreit, das sich in einem Freiraum zwischen Pforte und Wand hoffnungslos verklemmt hatte. Das Reh hat kräftig zugetreten. Unser Berliner Reh wohl auch. Und dann kommt da noch ein schwarzer Jesus und will Frieden. Sein Name ist A…..Kein Drogendealer. Nur ein feiner mutiger Mensch, den jetzt die Staatsgewalt rankriegen will. Ein Mensch will uns helfen, den Respekt vor uns selbst zu erhalten, eine Farce, denn wir, auch Michael Schneider gehört dazu, wir sind zu feige uns zu unseren grossen Worten zu bekennen: Mut zur Freiheit ! Dass ich nicht lache.

Gibt es da Ähnlichkeiten mit Heidelberg ? Absolut: nein. Die wären frei erfunden und hätten mit lebenden Personen überhaupt nichts zu tun. Das sei hier mal klar gestellt, denn der schlechteste Bassist Deutschlands beschreibt hier nur schlechte Zustände in Berlin. A….. ist für mich die Rosa Parks, der von den Lounge Lizzards der “ Determination Tango“ gewidmet wurde. Rosa Parks hatte sich geweigert, einem  Weissen in einem Bus Platz zu machen. A….. verdient einen Orden Herr Bundespräsident. Für den Mut und die Stärke, die wir, die Vielen !!!!!!!!! anscheinend nicht haben. A….. hat sich geweigert zu akzeptieren, dass Polizisten einen Drogendealer verprügeln. Es gibt zu viele Viele, die im Namen vieler wissen, wie es geht. Zu viele feige Michael Schneiders rufen zwar die Polizei, aber noch mehr Viele, die wissen, dass sie auf der Mehrheit schwimmen erlauben sich rigoros die Mehrheit herzustellen.

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Gib’s auf, es gibt sie nicht !

Hier ein Link zum Thema:  http://www.zeit.de/2013/30/polizei-gewalt-streitgespraech/seite-1

Und das schrieb die BZ am 4.9.2013:

BRUTALE DEALER

In Kreuzberg kam es zwischen Polizisten und Drogenhändlern zu einem handfesten Streit – am Ende gab’s zwei verletzte Beamte. Die Polizisten waren nicht im Dienst, als sie Montag von den zwei Männern gefragt wurden, ob sie Drogen kaufen wollten. Die Beamten zeigten ihre Dienstausweise, die Dealer flüchteten. Kurze Zeit später gab’s „tätliche Auseinandersetzung“ in der Nähe einer Kinderkrippe.( Zitat Ende )

 

Soweit, so schlecht die Darstellung der Polizei. Wie manchmal auch in Heidelberg soll der Leser, sollen die Berliner des Königs neue Kleider bewundern, die es aber gar nicht zu sehen gibt. Aber man kann es ja mal versuchen. Zumindest in Berlin scheint dies ein alltäglicher Vorgang zu sein. In Heidelberg auch ? Unvorstellbar sauber ist Heidelberg und seine Menschen. Nur integer, professionell und antirassistisch wird hier gelebt. Heidelberg ist sauber. Darum sind wir auch gerne wieder heim ins Heidelberger Reich gefahren. Kuschel-Heidelberg nenne ich es.

Kommentare (5) Schreibe einen Kommentar

  1. Über einen SPON-Artikel auf dieser Seite gelandet. Da Sie kein Journalist sind lasse ich es ja gerne durchgehen, dass Sie mit Sprachbildern arbeiten, die der geneigte Leser eher in der Titanic vermutet als in einem mahnenden Blogbeitrag.
    Den ekelhaften Alltagsrassismus in Ihrem „philosophischen“ Artikel verzeihe ich aber nicht. „Ein echter(!) tiefschwarzer(!) Afrikaner(!)“??? Ich glaub, es geht los! „Heim ins Reich“??? Sie sollten sich vielleicht mal darüber nachdenken sich mit der Gewaltförmigkeit in der Sprache zu beschäftigen. Und dann fangen Sie bitte an sich mal über die Burschenschafter-Szene in ihrem deutsch-sauberen Heidelberg zu informieren.
    Ob Sie wohl bereit sind, als Augenzeuge bereit zu stehen? Immerhin müssten Sie dann ja noch mal ins ferne Berlin reisen, kaum auszudenken!

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    • Ich lebe mit einer Inderin zusammen und kenne die Farbenproblematik. Nicht einmal eine andere Farbige und Zeugin aus Berlin konnte mir das richtige Vokabular anbieten. Unter http://www.arkestra-convolt.de finden Sie ein „Sprachkonzert“ angekündigt, das auf dieser Thematik aufgebaut ist. Spiegel-Online hat heute meine Darstellung veröffentlicht und ist offensichtlich über meinen Blog darauf gestossen, veröffentlicht wurden aber andere Formulierungen, ohne dass mein „Reh-Artikel kritisiert wurde. Das mit der Titanic ist eine gute Idee. Ich bin weder Kritiker noch Schriftsteller. Voltaire hat auch versucht wichtig zu schreiben und hat seinen Candide nach Deutschland verlegt um die Obrigkeit zu persiflieren. Wir haben hier in HD gerade ein ähnliches Problem: Wenn die Polizei gerufen wird, diese aber gleichzeitig der Täter ist, der auch mich entlassen kann, dann habe ich ein Problem und nicht die Täter. Ich klopfe mir dennoch auf die Schulter, ich habe nach dem Vorfall einem Afrikaner meine Hilfe angeboten und kam dadurch in den Zeugenkreis. Für Ihr Poesiealbum noch ein Spruch: Ich kann meinen Schülern sagen, dass alles Mist ist, wie sie spielen. Ich kann aber auch sagen : das ist ein guter Anfang. Auf Deutsch: Wenn ich jemandem etwas anhängen will, dann reicht meine negative Einstellung dazu.

      Diese Zeilen waren mir Ihre Anregungen wert.

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  2. Voltaire hat auch versucht wichtig zu schreiben und hat seinen Candide nach Deutschland verlegt um die Obrigkeit zu persiflieren. Wir haben hier in HD gerade ein ähnliches Problem: Wenn die Polizei gerufen wird, diese aber gleichzeitig der Täter ist, der auch mich entlassen kann, dann habe ich ein Problem und nicht die Täter.

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  3. Pingback: Die Weltmusik der Drogendealer……. Reaktion und Antwort auf einen SPON Artikel…………………. | Michael Schneider - Kontrabass & Cello

  4. Hallo, ich veröffentliche bei mir auch andere Meinungen, frage mich jedoch, ob Ihr Kommentar so zu bewerten ist. Freundliche Grüsse Michael Schneider

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